20.05.2013

Die Eifel

Die Eifel erstreckt sich von Jülich im Norden aus über Malmedy im Westen, Koblenz im äußersten Osten bis ins Trierer Land. Diese einzigartige Landschaft wurde bis vor etwa 10.000 Jahren von gewaltigen Vulkanausbrüchen geprägt und ist geologisch gesehen immer noch vulkanisch aktiv. Besonders gut ist dies im Winter am Laacher See zu beobachten, aufsteigende Gasblasen zaubern geheimnisvolle Muster in das erstarrte Wasser. Nur wenige Landschaften sind so vielfältig wie die Eifel, schroffe Felsformationen wechseln sich mit grünen Ebenen und dichten Wäldern ab. Unzählige Burgen, Schlösser und Kirchen erzählen von der wechselvollen Geschichte dieser Region.
 
Schätze der vulkanischen Vergangenheit
Den Reichtum an Bodenschätzen, den der Vulkanismus der Eifel bescherte, wussten schon die Römer zu nutzen. Im 17. und 18. Jahrhundert verwandelte jedoch der enorme Holzbedarf der Berg- und Hüttenwerke die Eifel in eine fast waldlose Region, Heide- und Wiesenlandschaften prägten das Gebiet. Auch durch das Schiffeln und Rotten – die Brandrodung von Wiesen und Wäldern – entstanden viele Heidelandschaften, von denen einige heute mit großem Engagement erhalten werden, wie die Wacholderheide in Langscheid unweit des Nürburgrings gelegen.
 
Sprachliche Barrieren
Bis heute wird in der Eifel vulkanisches Gestein abgebaut und Kohlensäure gewonnen. In der kleinen Eifelgemeinde Bell – weithin bekannt als Backofenbauerdorf – wird der Tuffstein bis heute zum Ofenbau verwendet. Die früheren Beller Backofenbauer entwickelten sogar eine Geheimsprache namens "Läppe Tallep", die heute nur noch wenige beherrschen. Das typische Eifler "Platt" (Mundart) gibt es übrigens nicht, Ortsunkundige vergleichen die Dialekte mancher Eifelregionen bisweilen mit dem "Kölsche Platt", was die Eifler vehement bestreiten, jedoch sind einige regionale Dialekte mehr oder weniger rheinisch "angehaucht". Es ist kaum vorstellbar, wie viele Variationen von nur einem einzigen Begriff in der Eifel existieren und daher ist es für manchen Gast ab und an schwer nachvollziehbar, was ihm der freundliche Eifler denn gerade mitteilen möchte.
 


Ebenso abwechslungsreich wie die Sprache ist die Küche der Eifel, so versteht man hier einen ausgezeichneten "Döppekooche" aus Kartoffeln zu kreieren. Die Bezeichnung "Döppekooche" kann je nach Region variieren und jede Hausfrau hat ihr Geheimrezept, aber eins ist er immer: köstlich! Traditionell gibt dieses Gericht in der kalten Jahreszeit, auf jeden Fall aber am St. Martinstag.
 
Ostern in der Eifel

Traditionen und mancherlei kurioses Brauchtum haben sich in der Eifel über Jahrhunderte hinweg entwickelt. Eine solche Besonderheit ist das Oster-Kläppern – an Karfreitag und Karsamstag drehen die Kläpperjungen ihre Runden durch die Gemeinden und machen dabei einen Höllenlärm. Sie ersetzen die an diesen Tagen schweigenden Kirchenglocken und wen es zu Ostern in die Eifel zieht, der muss darauf gefasst sein, ab dem frühen Morgen recht unsanft an das bevorstehende Osterfest erinnert zu werden.
 

Weitere Ferienwohnungen in der Eifel finden Sie online bei namhaften Anbietern. Ferienhäuser in der Eifel sind etwas geräumiger als Ferienwohnungen und daher für Familien oder Urlaubern mit Hunden anzuraten, da diese wirklich Platz bieten und meist auch ruhiger gelegen sind.

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