Freizeitgestaltung
Wandern ohne Ende
Franken ist ein Wanderland aus Tradition seit dem Beginn des Fremdenverkehrs, der vor allem in der Fränkischen Schweiz sehr früh einsetzte. In den fränkischen Regionen gibt es allein circa 40.000 Kilometer markierte Wanderwege, darunter 6 Weitwanderwege, die alle Anforderungen für „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ erfüllen; der Frankenweg – 520 Kilometer lang – war der erste dieser Art in Deutschland, er führt von der Grenze Franken/Thüringen zur Grenze Franken/Schwaben. Daneben gibt es noch den Fränkischen Gebirgsweg, den Burgenweg, den Altmühl-Panoramaweg und die Spessartwege 1 und 2. Eine Besonderheit in Franken sind die Themenwege, die es in großer Anzahl überall gibt; der Mühlenweg im Frankenwald beispielsweise verbindet als Rundweg 11 ehemalige Mühlen und informiert über deren Geschichte, der Rotwein-Wanderweg führt in die mainfränkischen Weinberge und der Rückert-Wanderweg beziehungsweise der Schneewittchen-Wanderweg sind eher etwas für Literaten. Jede Region hat eigene Wege, die spezielle Themen aufgreifen, zum Beispiel den Bierweg, Imkerweg oder Karpfenweg, dazu gehört auch der Eilbotenweg in den Haßbergen oder der Quellenweg im Fichtelgebirge, der die Ursprünge von Saale, Main, Naab und Eger verbindet.
Unterwegs mit dem Rad
Auf vielen Wanderwegen kann man natürlich auch mit dem Rad fahren, zum Beispiel auf dem Frankenweg, allerdings bieten sich vor allem die Flusstäler für Radtouren an wie der Regnitz-Radweg, der Main-Radweg (600 km), der Altmühl-Radweg oder der Klassiker „Liebliches Taubertal“; verbinden kann man alle Flüsse auf dem „5-Flüsse-Radweg“ (310 km) quer durch die Frankenalb. Das Netz der Radwanderwege wird immer weiter ausgebaut, sodass man fast alle Sehenswürdigkeiten Frankens mit dem Rad erreichen kann. Die anstrengendere Variante des Radfahrens kann man bevorzugt im Frankenwald, im Fichtelgebirge und in der Rhön ausüben; allein im Frankenwald gibt es 7 ausgeschilderte Rundtouren mit 300 Kilometern Länge und 8.000 Höhenmetern.
Aktiv in Franken
Wer hoch hinaus will, kann zum Beispiel in der Rhön abheben, der Kreuzberg bietet gute Möglichkeiten für Drachenflieger und Gleitschirmpiloten, aber auch am Walberla oder am Hesselberg sind gute Flugbedingungen vorhanden. Für die Kletterer ist die Fränkische Schweiz ein El Dorado und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt, die Routen in den höchsten Schwierigkeitsgraden haben Namen wie „Sautanz“ oder „Wallstreet“. Beste Voraussetzungen für Wassersport gibt es natürlich im Fränkischen Seenland, ob schwimmen oder tauchen, segeln oder surfen, für jeden Geschmack wird etwas an den Stränden der fränkischen Seen geboten, und Anfänger können in der Surf- und Segelschule am Brombachsee die ersten Versuche unternehmen. Nass wird man auch bei einer Floßfahrt auf der Wilden Rodach (Frankenwald) oder auch bei einer Kajak- oder Kanutour auf einem der kleinen fränkischen Flüsse wie Wiesent, Pegnitz oder Altmühl. Im Winter bieten der Frankenwald und das Fichtelgebirge beste Bedingungen für Aktivitäten wie Langlaufen, Snowboarden, Eislaufen, Rodeln, Skilaufen oder Schneeschuhwandern, man kann aber auch nur zuschauen und den Mut der Skispringer auf der Ochsenkopf-Schanze bewundern.
Franken für Familien
Franken ist eine familienfreundliche Region; nicht nur Wandern, Schwimmen oder Rad fahren ist für Familien mit Kindern möglich, hier findet man viele Tier- und Freizeitparks, die zu einem Besuch einladen. Der größte Wildpark Frankens ist in Schloss Tambach bei Coburg untergebracht, daneben gibt es noch das Wildgehege Hundshaupten mit Wisenten und einem Streichelzoo sowie das Tiergehege im Veldensteiner Forst bei Pegnitz. Viel Spaß bieten die Sommerrodelbahnen auf dem Ochsenkopf und bei Pottenstein, am interessantesten für Kinder sind aber sicher das Fränkische Wunderland bei Plech, der Erlebnispark Schloss Thurn und der Playmobil FunPark in Zirndorf, der Stadt der Playmobil-Männchen.
