23.05.2013

Sellin und Umgebung

Erholung an Rügens atmosphärischen Sandstränden
An den Küsten der Insel Rügen ist das Meer sauber und ruhig. Hier kennt man kaum sichtbare Gezeiten und nachts ist in den Häusern ein friedliches, gleichmäßiges Rauschen zu hören, das die Bewohner und Gäste der größten Insel Deutschlands sanft in den Schlaf wiegt. Im Südosten der 925 km² großen Ostseeinsel befinden sich breite Badestrände mit feinkörnigem, Sand. Darin finden Besucher bunte oder weiße Kamm-Muscheln und gelbgold- bis braun glänzende Bernsteine. An diesen herrlichen Stränden liegen die traditionellen Badeorte Binz, Baabe, Göhren und Sellin.
 
Vom idyllischen Fischerdorf zum mondänen Badeort
Das ehemalige Fischerdorf Sellin hat sich schon Ende des 19. Jahrhunderts zu einem prestigeträchtigen Kur- und Badeort entwickelt. 1898 wurde die heute noch erhaltene Kurpromenade Sellins, eine prachtvolle Allee, die direkt an den Strand führt, erschaffen. Die bis zu fünfstöckigen Pensionshäuser, die im Stil der Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts errichtet sind, mit ihren reich verzierten Loggias, veränderten das Erscheinungsbild Sellins und verliehen dem Ort städtisches Flair. Trotz dieser Wandlung erwarten außerhalb des Zentrums von Sellin auch anheimelnde strohgedeckte Fischerhäuschen, die liebevoll restauriert sind, ihre Sommergäste.
 
Gastfreundlichkeit aus Tradition
Was ihre Unterkunft betrifft, haben Sellinurlauber die Qual der Wahl. Schicke Pensionen und komfortable, moderne Hotels reihen sich in Rügens zweitgrößtem Seebad aneinander und bestimmen den Charakter des Ortes. Der Fremdenverkehr ist neben der Fischerei der Haupterwerbszweig der Selliner Bevölkerung. Deshalb sind manche Bewohner Sellins eigentlich gar keine ursprünglichen Rügener, sondern sie kamen vor Jahren aus südlicheren Teilen Deutschlands, um hier im Touristikbereich zu arbeiten oder einfach nur, um an diesem schönen Ort für immer zu leben. Wer würde nicht von einem Hotel Sellin Rügen kennenlernen wollen? Die Beliebtheit spricht für sich. Die Einheimischen, die seit jeher in ihrem attraktiven Heimatort das ganze Jahr über und besonders in den Sommermonaten tausende Feriengäste willkommen heißen, sprechen wegen der vielen freundschaftlichen Kontakte zu den Besuchern kaum noch ihre ursprüngliche plattdeutsche Mundart.

 

Alteingesessene Bewohner Sellins sind allenfalls noch daran zu erkennen, dass ihre ansonsten hochdeutsche Sprache eine besondere Klangfärbung besitzt. Die plattdeutsche Sprache wird auf Rügen nur noch in AGs, Heimat- und Traditionsvereinen sowie in speziellen Kursen der Volkshochschulen oder des Kulturbundes gepflegt.
 
Optimale Verkehrsverbindung zum Festland
Seit den dreißiger Jahren des vergangen Jahrhunderts rechnete man damit, dass der Verkehr zwischen der Insel Rügen und dem nahen Festland stark anwachsen würde. Sommergäste konnten bis dahin nur über eine Fährverbindung auf die natürlich schöne Insel gelangen. Durch den Bau des Rügendamms, 1934, konnte man den Besuchern den Weg auf die Insel erleichtern. Über diese Verbindung der Insel mit dem Festland, führen eine Straße und ein Bahngleis. Eigentlich ist der Rügendamm eine Kombination aus einer Erdaufschüttung und einer Zugbrücke. Wenn die Brücke für den Schiffsverkehr hochgezogen wird, entstehen für Züge und Kraftfahrzeuge Wartezeiten. Zur weiteren Verbesserung der Verkehrsverbindung zwischen Rügen und der nahen, auf dem vorpommerschen Festland liegenden, Hansestadt Stralsund, wurde 2005 mit dem Bau einer weiteren, modernen dreispurigen Stahlbetonbrücke begonnen, die inzwischen vollständig dem Verkehr übergeben wurde und deren dritte Spur Ostern dieses Jahres erstmalig genutzt werden konnte.